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Kunstobjekte an sich ?
Abstrahieren wir nun vom ästhetischen Reiz
unseres virtuellen Spiels mit Farben, so ermuntert das Beispiel dazu,
die Rolle des Betrachters bei der Definition von Kunstobjekten miteinzubeziehen.
Berücksichtigen wir, daß in die Wahrnehmung eines Kunstwerkes
die historischen, soziokulturellen und politischen Hintergründe des
Betrachters wie des Künstlers einfließen, so erweist sich Kunst
als zeitlich offener und asymmetrischer Kommunikationsprozeß:
Ein Kunstwerk ist im Sinne unserer Überlegung eine Frage, die vom
Künstler
zwar gestellt, aber nicht von ihm allein aufgegriffen und beantwortet
wird.
Die Idee vom Kunstwerk an sich wirkt in einem solchen Kontext inhaltsleer.
Kunst entsteht nicht zuletzt beim Betrachter.
Hieraus lassen sich unsere Antworten auf die Eingangsfragen
zwanglos ableiten.
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